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Nimmersath

Nimmersath

Nimmersath wurde erstmals 1432 urkundlich erwähnt.

Folgende Sage wird von Nimmersath berichtet:

Ritter Hugo war ein vom Schicksal geschlagener Mann, der vor mehr als 500 Jahren mit seiner Tochter Emma vom Rhein her kam und sich zwischen Bolkenhain und Kupferberg die Burg Neuhaus erbaute. In einer Höhle am Kitzelberge lebte der furchtbare, riesenstarke Räuber Rustiger. Dieser grundhäßliche Riese sah eines Tages die schöne Emma als sie im Walde spazieren ging. Am nächsten Tag erschien der Riese prächtig geschmückt in der Burg, um ihre Hand zu werben, wovon sie aber nichts wissen wollte. 5 Tage später trug man die von Rustiger schrecklich verstümmelte Leiche Hugos in das Schloß.

Als sich Emma 2 Jahre später mit dem Ritter Edwin v. Blondheim vermählte, lauerte Rustiger mit seinen Mordgesellen im Angstwinkel. Er wollte die gesamte Hochzeitsgesellschaft umbringen, wenn sich alle gesättigt hätten. Als man um Mitternacht von der Tafel aufstand, erschien die gespenstige Gestalt eines Ritters in schwarzer Rüstung und setzte sich an den Platz des Bräutigams. In dem bleichen Gesicht glaubte man die Züge des ermordeten Ritters Hugo zu erkennen. Der seltsame Gast ließ sich Essen und Trank bringen und aß mit unstillbarem Appetit. Da hörte man im Burghof und auf der Treppe plötzlich Waffengeklirr und in den Saal stürzte Rustiger mit blankem Schwerte, gefolgt von seinen Mordgesellen. Dem schwarzen Ritter schrie er zu: "Hast du, Nimmersatt, noch nicht genug verschlungen, so fahre hungrig zur Hölle!" Mit einem gewaltigen Streiche schlug er nach dem Ritter. Doch sein Schwert fuhr tief in die Diele, denn die Gestalt war verschwunden. Starr vor Stein stand Rustiger, den Griff des Schwertes in der Faust. Als man ihn berührte, stürzte er tot zu Boden. Seine Spießgesellen schleppte man vor das Halsgericht in Bolkenhain. Sein Leichnam aber schleuderte man in die Kitzelhöhle. Dem nimmersatten Rittergespenst zu Ehren, das sie alle vor dem Verderben gerettet hatte, nannte man Burg Neuhaus von nun an Nimmersatt.

Das Rittergut Nimmersath und Streckenbach war eine reine Forstwirtschaft. Von den 103 ha waren 98 ha Wald.

Kirchengemeinden:

Evangelische Kirchengemeinde Nimmersath verbunden mit Kunzendorf

Katholische Kirchengemeinde Streckenbach Filiale von Alt Röhrsdorf

Einwohnerentwicklung:

1781

1840

1867

1871

1885

1895

1905

1925

1933

1939

298

686

773

741

590

462

434

442

386

461

Vorhandene Unterlagen

  • Standesamt I in Berlin

      keine Unterlagen

       

  • Genealogische Zentralstelle in Leipzig

      keine Unterlagen

       

  • Church of Jesus Christ of Latter-day Saints

      keine Unterlagen

       

  • Staatsarchiv Breslau

      keine Unterlagen

       

  • Bistumsarchiv Breslau

      keine Unterlagen

       

  • Evangelisches Zentralarchiv Berlin

      keine Unterlagen