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Jauer
Jauer

Jauer

Jauer wurde erstmals 1008 urkundlich erwähnt.

Bereits 1085 wird in einer Urkunde über die Erweiterung der Stadt gesprochen.

1203 wird Jauer durch ein Feuer fast vollkommen zerstört.

1264 fielen 1113 Personen der Pest zum Opfer.

1303 wurde Jauer von Bolko I. zur Fürstentumshauptstadt und Residenz erhoben. Die Stadt erhielt das Meilenrecht, eigene Gerichtsbarkeit und 1349 das Marktrecht. Öffentliche Markttage wurden Donnerstags, ab 1404 Samstags abgehalten.

1485 wurde das Franziskanerkloster vollendet.

1512 wurde die kleine Mühle nebst der Walke am Pladerbach errichtet.

1513 entstand das Schulhaus neben der Kirche.

1538 wurde die 'neue Wasserkunst' in Betrieb genommen, die Wasser in die Trogbrunnen in der Stadt förderte. Diese 'Wasserkunst' tat bis 1887 ihre Dienste.

1526 wurde Samuel Frenzel als erster evgl. Prediger an St. Martin berufen. Nach dessen Tode blieb die Pfarrei von 1552 - 1561 ohne Prediger, so dass die evgl. Bürgerschaft in die Peterwitzer Kirche ausweichen mußten.

Am 15.07.1590 wurden große Teile der Stadt durch Feuer zerstört. Dazu gehörten das Hospitalvorwerk, 85 Häuser und über 100 Scheunen. Einer der Abgebrannten, Gregor Schneider, baute sich vor den Toren der Stadt neu auf, wodurch Grögersdorf entstand..

Im 30jährigen Krieg sah die Stadt 1621 die ersten Feinde. Tausende von Talern mußten für die Einquatierungslasten aufgebracht werden. Im Laufe der Kriegsjahre kamen Wallenstein und die Lichtensteiner Dragoner nach Jauer.

Gemeinsam mit Schweidnitz wendet sich die Stadt Jauer 1651 mit der Bitte die Erlaubnis zum Bau einer Friedenskirche zu erteilen an den Kaiser. 1652 wird dieser Bitte entsprochen. Am 24.04. 1654 wurde der Grundstein für diese Kirche gelegt, am 4. Advent 1655 wird sie eingeweiht. Die Inneneinrichtung wurde erst Jahre später (1671 die Kanzel, 1672 der Altar) fertiggestellt und eingeweiht. 1707 wurde der Bau eines Glockenturms gestattet, der am 26.07.1709 eingeweiht wurde.

Zur gleichen Zeit durfte eine dreiklassige evangelische Schule errichtet werden, die von Chr. Baumgart geleitet wurde.

1741 hielt Friedrich der Große seinen Einzug in die Stadt. War die Stadt im ersten Schlesienkrieg noch verschont geblieben, wurde sie im zweiten Schlesienkrieg zweimal mit schweren Geldbußen belegt.

1746 wurde das Piastenschloß in ein Arbeitshaus (später Zuchthaus dann Strafanstalt) umgewandelt.

1757 besetzten Österreicher die Stadt und verschwanden auch bald wieder um im darauffolgenden Jahr wiederzukehren. Es folgen Jahre mit schweren Kontributionszahlungen (1760/61).

1776 wütet wieder ein Feuer in der Stadt. Bei diesem Feuer wurden 137 Gebäude zerstört. Vom König wurden der Stadt 106.000 Reichstaler zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt.

1803 wurden die erste Straßenbeleuchtung eingerichtet die alle Hauptstraßen an mondlosen Abenden bis 23 Uhr erleuchten sollte.

1807 tauchen täglich mehr feindliche Truppen in Jauer auf, die zu immer steigenden Einquatierungszahlen führen. Am 28.02.1808 verließ der letzte Franzose die Stadt.

Am 19.11.1808 wurde die neue Städteordnung eingeführt.

1810 wurde die allgemeine Gewerbesteuer eingeführt.

1812/13 Französische und Russische Truppen berühren abwechselnd die Stadt.

Im August 1813 bezog Blücher sein Hauptquartier in der Stadt um von hier aus die Franzosen anzugreifen, die in der Schlacht an der Katzbach auch geschlagen wurden.

1822 wurde die 16 Jahre ruhende Straßenbeleuchtung wieder in Betrieb genommen.

1849 fanden die ersten Wahlen auf Grund der neuen 'freisinnigen Verfassung' statt.

Einwohnerentwicklung:

1781

1840

1867

1871

1885

1895

1905

1925

1933

1939

3599

6182

9584

9963

11178

11978

13319

12191

12645

13847

Vorhandene Unterlagen

  • Standesamt I in Berlin

Register

Zeitraum

Geburten

1876 - 1898

Trauungen

1876 - 1920

Begräbnisse

1876 - 1903

 

  • Genealogische Zentralstelle in Leipzig

      Jauer evangelisch

Register

Zeitraum

Taufen

1692 - 1742, 1747 - 1758

Trauungen

1699 - 1752

Begräbnisse

1692 - 1757

      Jauer katholisch

Register

Zeitraum

Taufen

1567 - 1766

Trauungen

1690 - 1765

Begräbnisse

1567 - 1638, 1690 - 1765, 1750 - 1765 ev. und kath.

 

  • Church of Jesus Christ of Latter-day Saints

      Kirchenbuch, 1592-1766 Katholische Kirche Jauer

      Kirchenbuch, 1818-1900 Katholische Kirche Jauer

      Kirchenbuch Katholische Kirche Jauer

      Kirchenbuch, 1807-1851 Evangelische Kirche Jauer

      Kirchenbuch, 1790-1920 Evangelische Kirche. Militärgemeinde Jauer

      Kirchenbuch, 1790-1807 Preußen. Armee. Füsilier Bataillon 13

      Jauer Jüdische Gemeinde

      Jauer Standesamt

      Akten aus der Stadt Jauer (KrSt., Schlesien) aus dem Besitz der

      Familie Barteck, 1800-1900 Jauer (KrSt. Jauer, Schlesien). Rathaus

       

  • Staatsarchiv Breslau

      Regierung Liegnitz, Katasterverwaltung 1861 - 1943

      Landratamt Jauer 1824 - 1887

      Generalkommission für Schlesien in Breslau 1736 - 1816, 1817 - 1919

      Landschaft des Fürstentums Schweidnitz-Jauer in Jauer 1771 - 1944

      Franziskanerkloster in Jauer 1739 - 1806

      Franziskanerkloster in Jauer 1677 - 1795

       

  • Bistumsarchiv Breslau

      Jauer katholisch

Register

Zeitraum

Taufen

1567 - 1638

1642 - 1658

1661 - 1846

1892 - 1946

Tauf - Atteste

1826 - 1870

Firmungen

1743

Aufgebote

1827 - 1847

1892 - 1903

Heiraten

1653 - 1946

Begräbnisse

1567 - 1638

1659 - 1765

1794 - 1946

 

  • Evangelisches Zentralarchiv Berlin

      keine Unterlagen

      Grünewald: Verzeichnis noch vorhandener insbes. ev. Kirchenbücher Schlesiens, Stand 1978

        Jauer evangelisch

Register

Zeitraum

Archiv

Taufen

1567 - 1634

1619 - 1620 fehlen

Diözesanarchiv Breslau

Begräbnisse

1567 - 1634

1634 - 1652 lückenhaft

1638 - 1638 fehlen

Diözesanarchiv Breslau

Taufen (Friedenskirche)

1652 - 1928

Staatsarchiv Liegnitz

Heiraten (Friedenskirche)

1652 - 1928

Staatsarchiv Liegnitz

Begräbnisse (Friedenskirche)

1652 - 1928

Staatsarchiv Liegnitz

Taufen (Militärkirche)

1757

1811 - 1866

1869 - 1907

1909 - 1920

Zentralstelle Leipzig

Geheimes Staatsarchiv Berlin

Heiraten (Militärkirche)

1811 - 1866

1869 - 1907

1909 - 1920

Zentralstelle Leipzig

Geheimes Staatsarchiv Berlin

Begräbnisse (Militärkirche)

1811 - 1865

1869 - 1907

1909 - 1920

Zentralstelle Leipzig

Geheimes Staatsarchiv Berlin